Nur ca. 2.500 Marken werden in Deutschland mit mindestens
1 Mio. Etat klassisch beworben, der Rest muss es alleine schaffen.
Da 60 - 70 Prozent der Kaufentscheidungen am POS fallen, muss
auch genau dort angesetzt werden. Im POS-Marketing sprechen wir
gerne davon, dass klassische Werbung die Produkte und Marken in
die Köpfe der Verbraucher bringt, POS-Marketing aber dafür
sorgt, dass sie in den Einkaufswägen der Kundenlanden. Doch
der letzte Meter zum Konsumenten ist oft der schwerste. Man braucht
viel Erfahrung, Strategien auf allen Ebenen und am besten einen
der wenigen POS-Spezialisten, um ihn erfolgreich zu gehen. „Ohne
einen professionellen und höchst erfahrenen POS-Regisseur,
der von Anfang an dabei ist, inszeniert und kontrolliert, kommt
selten ein gutes Stück am POS zur Aufführung!“
Bis zu 70Prozent aller POS-Materialien wandern ungenutzt in die
Abfalltonne, schätzen Fachleute – eine millionenschwere
Verschwendung. Da engagiert man doch lieber gleich einen POS-Spezialisten,
der die gesamte Vermarktungskette beherrscht, und spart sich damit
einen teuren Flopp.
Starke Unterstützung beim Hineinverkauf ist
ein wichtiges Kriterium für den Erfolg von Verkaufsförderungsaktionen:
Um die Handelspartner bei ihren Retail Branding Bestrebungen zu
unterstützen, werden Promotions zunehmend tailormade (maßgeschneidert)
durchgeführt, um die Positionierung der jeweiligen Handelskette
(Vertriebslinie)ganz speziell zu unterstreichen. Auch attraktive
Zugaben und Instore-Verlosungen überzeugenden Händler
meist schneller von der Notwendigkeit, entsprechende Palettenplätze
zur Verfügung zu stellen - vor allem wenn sie auf das Retail
Branding einzahlen.
Dreh- und Angelpunkt für den Erfolg einer Promotion
bleibt allerdings die Akzeptanz und Umsetzung beim Händler
vor Ort. Dass ein Großteil der Verkaufsförderungsaktionen
am Ende unausgepackt im Müllcontainer landet, ist leider
in vielen Fällen wahr. Insgesamt 75-80Prozent der Zweitplatzierungen
verpuffen auf ihrem Weg und am POS - ein Ergebnis mangelhafter
Planung und Steuerung entlang der Vermarktungskette? Schon seitens
der Zentralen und dem verstärkten Retail Branding einzelner
Vertriebslinien werden viele Aktionen am POS gar nicht mehr zugelassen.
Oft liegt es aber auch daran, dass der Händler bzw. der Marktleiter
vor Ort eigene Vorstellungen von erfolgreichen Promotionshaben.
Als Grundregel gilt, wenn Markenhersteller und Agentur
sicher sein wollen, dass eine Aktion schließlich auch genau
so auf der Fläche steht, wie sie geplant und zentral vereinbart
war, hilft nur geschultes Außendienst- oder Merchandising-Personal
der Industrie (ggf. geleast). Die Mitarbeiter im Handel können
dazu nicht mehr herangezogen werden, egal wie weit die Vorkonfektionierung
auch geht.
Nicht nur für Hersteller ist die handelseitige
Entwicklung sehr bedauerlich, sondern auch weil der Verbraucher
auf zusätzliche Informationen am POS verstärkt angewiesen
ist. Das Überangebot führt längst zum Produktflimmern,
das den Kunden eher überfordert als inspiriert. Zweitplatzierungen
und Verkaufsförderungsmittel am POS bereichern das Kauferlebnis
oft auch als wichtige Orientierungshilfen. Der Kunde sehnt sich
nach Vereinfachung, Bestätigung und Überschaubarkeit.
Er will sich geborgen und Zuhause fühlen.
POS-Marketing wendet sich wieder mehr und mehr dem
Grundsatz "act local" zu und hat die Regionalität
im Blick. POS-Spezialisten planen längst nicht mehr nach
dem Gießkannen-Prinzip nur für einzelne nationale Vertriebslinien
(z.B. REWE, real,- Marktkauf...) oder gar nur nach Betriebstypen
(z.B. Verbrauchermarkt, SB-Warenhaus...), sondern nach Regionen
und lokalen Märkten – mit Mikromarketing. Denn der
Rewe-Markt mit 800 m2 in der noblen Münchener Theatinerstraße
hat eine ganz andere Klientel als der Rewe-Markt mit 800 m2 am
sozial schwachen Münchner Hasenbergl. Der Point of Sale ist
ein lokaler Punkt und die Unterschiede der Kundenbedürfnisse
müssen beachtet werden, wenn eine POS-Aktion erfolgreich
laufen soll. Diese Erkenntnis macht Mikro-Marketing zu einem Megatrend
und im POS-Marketing unverzichtbar – man muss nur wissen
wie!
Nicht zu vergessen: Der POS ist der Ort mit der
stärksten Kraft für Markenbildung. Dort hat der Kunde
den unmittelbarsten Produktkontakt. Hier werden Menschen so direkt
angesprochen, wie sonst kaum! Die Verbraucheranalyse (2007) beweist
das beeindruckend. Beispiel: von12,46 Mio. Haushaltsführenden
zwischen 20 und 49 Jahren, die Tafelschokolade verwenden, erreicht
man 7,2 Prozent (1,2 Mio.) mit einer Anzeige in Bild am Sonntag,
aber allein bei real,- (inkl. Walmart) bereits 32 Prozent (3,99
Mio). Das zeigt deutlich, welche Bedeutung der POS in der Kommunikation
mit dem Kunden hat. Deshalb ist strategisch integriertes POS-Marketing
gefragt, das unbedingt einen eigenständigen Platz im gesamten
Marketing-Mix verdient.
POS-Marketing sorgt mit durchdachten Strategien,
die den Prozess entlang der gesamten Vermarktungskette vom Sell-in,
über das Sell-through, Fill-in und Sell-out durchgängig
begleiten, dass alle Wünsche in Erfüllung gehen –
vom Hersteller, Handel, Marktleiter und Verbraucher. Dazu noch
einen abschließenden Erfolgs-Tipp, der sich dabei am meisten
bezahlt macht: Investieren Sie in einen POS-Spezialisten, der
seinen Namen wirklich verdient und sich bereits nachweisbar verdient
gemacht hat!
Philipp Riediger
Geschäftsführender Gesellschafter
der COMBERA GmbH, Agentur für Werbung und Verkaufsförderung
am POS, München