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Über Kopfbäuche, Kundenkümmerer und Seismografiker

Das Geschäft mit der Werbung in Deutschland ist nicht einmal 60 Jahre alt. Und dennoch hat es sich in den letzten zehn Jahren so eklatant verändert, dass die Väter der Reklame die Welt nicht mehr verstehen. Wo einst noch echte USPs Produktprofile prägten und Zielgruppen in saubere demoskopische und demografische Cluster gegossen wurden, ist die Austauschbarkeit von Produkten heute nur noch durch die Kraft der Marke auszugleichen, verfallen klassische Zielgruppen in immer individueller organisierte Lifestyle-Communities, die aufgrund ihrer Dynamik nicht mehr statistisch, sondern vielmehr atmosphärisch zu begreifen sind.

Aus Reklame wurde Werbung. Aus Werbung wurde Kommunikation – atmosphärische Kommunikation. Doch was genau meint der Begriff „Atmosphäre“ im Kontext von Kommunikation?

Atmosphäre im kommunikativen Sinne entsteht durch das interaktive Zusammenspiel zwischen Menschen und Medien, Wünschen und Bedürfnissen, Werten und Idealen innerhalb spezifischer Lebensumfelder, die wir Lifestyles nennen. Kurz: Es ist das emotionale Klima, das eine Gruppe von Menschen prägt, deren Lebensentwürfe gemeinsame Schnittmengen haben.

Aus diesem Grunde ist es ratsam, alle relevanten Lebensbereiche einer Lifestyle-Community mit in die kommunikativen Überlegungen und Konzepte einzubeziehen: Medien und Kanäle, Musik und Mode, Sport und Freizeitaktivitäten, Events und Live-Acts. Der Mensch als Individuum steht darin im Mittelpunkt. Seine atmosphärische Umgebung prägt mehr denn je seine Bedürfnisse und Verhaltensweisen. Im Beruf und in der Partnerschaft ebenso wie in seinen Kaufentscheidungen.

Was lernen wir als Kommunikationsfachleute aus dieser Entwicklung, die uns täglich herausfordert, mehr Bauch als Verstand, mehr Intuition als Wissen und mehr Sinnlichkeit als Sinnhaftigkeit in unsere Strategien und Konzepte zu legen? Es ist die Erfahrung, dass sich unsere Welt und unser Leben immer schneller neu erfinden und Veränderung zu einem Dauerzustand unseres Alltags avanciert. Es ist das Wissen um die Relevanz des holistischen Prinzips in der Kommunikation. Und es ist der Anspruch, Menschen zu finden, die sich in
genau diese Zustände und Prozesse einfühlen können.

Und für unsere Kunden? Welche Herausforderungen sehen sie bei der Ausarbeitung eines Briefings, das spitz genug ist, um die Aufgabe und die Ziele auf den Punkt zu bringen und offen genug, um atmosphärische Kommunikationskonzepte zu ermöglichen? Sie brauchen einen Einblick in das Angebot an Kopfbäuchen, Kundenkümmerern und Seismografikern, um in Gesprächen herauszufinden, was Neues möglich ist.

Viel Spaß beim atmosphärischen Schnuppern und Entdecken.

Hundertgrad
Kommunikation GmbH
Frankfurt am Main


 
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